Synology Speedtest langsam: Ursachen prüfen und Geschwindigkeit verbessern

Ein langsamer Synology Speedtest kann durch WLAN, Router, NAS-Auslastung, falsche Netzwerkeinstellungen, eine ausgelastete Leitung oder den Internetanbieter verursacht werden. Der Artikel zeigt, wie Sie Download, Upload und Latenz sauber vergleichen, einzelne Fehlerquellen eingrenzen und die Verbindung mit geeigneten Tests, Kabelverbindungen und optimierten Einstellungen verbessern.

Veröffentlicht 2026-08-18 Zuletzt aktualisiert 2026-08-18 Kategorie: Leitfäden

Was bedeutet ein langsamer Synology Speedtest?

Ein Synology Speedtest misst die Verbindung des NAS oder eines darauf ausgeführten Testdienstes zum Internet. Die Ergebnisse können von einem Test am Computer abweichen, weil andere Geräte, das lokale Netzwerk, die NAS-Leistung und der gewählte Testserver Einfluss nehmen. Besonders wichtig ist die Unterscheidung zwischen niedrigem Download, niedrigem Upload und hoher Latenz.

Vergleichen Sie die Werte zunächst zu verschiedenen Tageszeiten. Ein einzelner Messwert reicht nicht aus, um eine Störung sicher zu beurteilen. Führen Sie zusätzlich einen Test an einem Computer durch, der per Netzwerkkabel direkt mit dem Router verbunden ist.

Ursache 1: WLAN begrenzt die Verbindung

Wenn die Synology über WLAN oder über einen WLAN-Repeater kommuniziert, können Entfernung, Wände, NachbarNetze und die verwendete Frequenz die Geschwindigkeit deutlich reduzieren. Das betrifft häufig den Download, kann aber auch den Upload und die Latenz verschlechtern.

Prüfen Sie die Verbindung mit einem kurzen Netzwerkkabel-Test. Liegen die Werte am Kabel deutlich höher, liegt die Ursache wahrscheinlich im WLAN. Nutzen Sie nach Möglichkeit das 5-GHz- oder 6-GHz-Band, positionieren Sie den Router zentral und vermeiden Sie eine Verbindung über mehrere Repeater.

Ursache 2: Router oder Netzwerkgerät ist überlastet

Ein Router kann durch viele aktive Geräte, VPN-Verbindungen, QoS-Regeln, Kindersicherung oder umfangreiche Firewall-Prüfungen belastet werden. Auch ein älterer Switch oder ein fehlerhaftes Netzwerkkabel kann die Verbindung auf 100 Mbit/s oder weniger begrenzen.

Kontrollieren Sie im Router die ausgehandelte Ethernet-Geschwindigkeit. Prüfen Sie außerdem die Kabel und Ports und starten Sie Router, Switch und NAS neu. Deaktivieren Sie testweise nicht benötigte VPN- oder Priorisierungsfunktionen, ohne die Netzwerksicherheit dauerhaft zu schwächen.

Ursache 3: Die Synology ist durch Prozesse ausgelastet

Indexierung, Hyper Backup, Active Backup, Container, virtuelle Maschinen oder umfangreiche Dateiübertragungen können CPU, Arbeitsspeicher und Festplattenzugriffe beanspruchen. Der Speedtest misst dann teilweise die Leistungsgrenze der Synology statt der tatsächlichen Internetleitung.

Öffnen Sie den Ressourcenmonitor in DSM und beobachten Sie CPU-, Speicher- und Netzwerkauslastung während der Messung. Wiederholen Sie den Test außerhalb geplanter Sicherungen und pausieren Sie große Übertragungen vorübergehend. Bleibt die Auslastung dauerhaft hoch, sollten nicht benötigte Pakete und Dienste überprüft werden.

Ursache 4: Falsche Netzwerkeinstellungen in DSM

Eine ungeeignete DNS-Konfiguration, ein falsch eingerichtetes Gateway oder eine fehlerhafte IPv4- beziehungsweise IPv6-Verbindung kann den Zugriff auf Testserver verlangsamen. Auch eine manuell gesetzte MTU, die nicht zur Umgebung passt, kann Paketverluste oder eine instabile Verbindung verursachen.

Prüfen Sie in DSM die Netzwerkschnittstelle, das Standard-Gateway und die DNS-Server. Entfernen Sie ungewöhnliche manuelle Einstellungen testweise und verwenden Sie die vom Router bereitgestellten Werte. Änderungen sollten einzeln vorgenommen und anschließend mit mehreren Messungen überprüft werden.

Ursache 5: Der Internetanbieter oder die Anschlussart limitiert den Test

Bei DSL- und Kabelanschlüssen können die Leitungslänge, die Netzauslastung und die Segmentbelegung die Werte beeinflussen. Bei Glasfaser sind häufig höhere Geschwindigkeiten möglich, dennoch können Anbieter, ONT, Router oder ein gebuchtes Anschlussprofil die tatsächliche Leistung begrenzen.

Vergleichen Sie mehrere Messungen über den Tag verteilt und nutzen Sie nach Möglichkeit verschiedene Testserver. Wenn ein kabelgebundener Computer und die Synology ähnlich niedrige Werte zeigen, liegt die Ursache wahrscheinlich außerhalb des NAS. Wenden Sie sich dann mit Zeitpunkten und Messprotokollen an den Anbieter, ohne einzelne Tests als alleinigen Beweis zu verwenden.

So lässt sich die Ursache systematisch eingrenzen

  1. Führen Sie den Synology Speedtest dreimal zu unterschiedlichen Zeiten durch.
  2. Wiederholen Sie die Messung an einem Computer per Netzwerkkabel direkt am Router.
  3. Vergleichen Sie Download, Upload und Latenz getrennt voneinander.
  4. Prüfen Sie während des Tests die Auslastung von NAS, Router und Netzwerkport.
  5. Testen Sie anschließend mit einem anderen Kabel, Port oder Testserver.

Dokumentieren Sie Anschlussart, Verbindungstyp, Uhrzeit und Messwerte. So erkennen Sie, ob das Problem nur im WLAN, nur auf der Synology oder im gesamten Anschluss auftritt.

Praktische Optimierungen für bessere Messergebnisse

  • Nutzen Sie für die Synology eine direkte Ethernet-Verbindung zum Router oder Switch.
  • Aktualisieren Sie DSM, Router-Firmware und Netzwerktreiber.
  • Vermeiden Sie Messungen während großer Backups oder Synchronisationen.
  • Prüfen Sie, ob Router und Switch den erwarteten Gigabit- oder Multi-Gigabit-Link aushandeln.
  • Wählen Sie einen geografisch passenden Testserver und vergleichen Sie mehrere Ergebnisse.
  • Setzen Sie DNS-, MTU- oder IPv6-Einstellungen nur gezielt und nachvollziehbar.

Wann ist eine Störungsmeldung sinnvoll?

Eine Meldung beim Anbieter ist sinnvoll, wenn mehrere kabelgebundene Geräte dauerhaft deutlich unter den üblichen Anschlusswerten bleiben und die Synology selbst keine hohe Auslastung zeigt. Liegen die Probleme ausschließlich am NAS, sollten zuerst DSM, Kabel, Router-Port und laufende Dienste geprüft werden. Für die Kommunikation mit dem Anbieter helfen mehrere Messungen zu unterschiedlichen Zeiten sowie Angaben zu Download, Upload und Latenz.

Weitere Hinweise zur Einordnung von Verbindungswerten finden Sie in einem Ratgeber zum Internet-Speedtest.